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Die Wunder der Natur


Was genau sind ätherische Öle?

Ätherische Öle sind das Essenzielle, die Lebenskraft, die Seele / das Wesen der Pflanzen - weshalb ich sie auch gerne meine "Pflanzenwesen" nenne. Das Wort "ätherisch/Äther" bedeutet leicht flüchtig, himmlisch und auch Weite, Raum des Himmels, Himmelsluft. In der griechischen Philsophie beschreibt es den lebendigen feinen Urstoff, die Weltenseele, der Weltengeist.

 

Viele Bäume, Sträucher, Büsche, Blumen, Wurzeln und Samen enthalten ätherische Öle. Ätherische Öle sind aromatische, sich verflüchtigende Flüssigkeiten, die für gewöhnlich mittels Wasserdampfdestillation aus den Pflanzenteilen extrahiert werden. Die chemische Struktur eines ätherischen Öls ist sehr komplex und besteht bei vielen ätherischen Ölen aus unzähligen, einzigartigen chemischen Komponenten. Im Gegensatz z.B. zu getrockneten Kräutern sind ätherische Öle hochkonzentriert und somit bei weitem wirkungsvoller. Für kleine Mengen ätherischen Öls werden sehr große Mengen an Pflanzenmateriel benötigt. Das Beispiel von Rosenöl ist sehr eindrücklich: für 1 kg Rosenöl, benötigt man 2.300 kg Rosenblätter - kein Wunder also, dass Rosenöl eines der teuersten Öle ist.

 

Ätherische Öle kann man nicht mit Pflanzenölen wie Olivenöl, Mandelöl, Kokosöl usw. vergleichen. Diese sind ölig bzw. fettig und können nach einer gewissen Zeit ranzig werden. Ätherische Öle hingegen werden, bei korrekter Destillation und richtiger Lagerung, normalerweise nicht ranzig und haben im Gegensatz zu fetten Pflanzenölen eine antimikrobielle Wirkung.

Ätherische Öle und ihre uralte Geschichte als Heil- und Salböle

Pflanzen, Pflanzenextrakte und ätherische Öle werden seit Jahrtausenden als Heilmittel und als Salböle verwendet. Aus antiken Schriften ist bekannt, dass aromatische Stoffe in religiösen Ritualen und zur Heilung von Krankheiten und anderen physischen und psychischen Beschwerden eingesetzt wurden. Bereits um 4.500 v. Chr. haben die Menschen in Ägypten aromatisch duftende Öle hergestellt, die als Parfum, Kosmetik, Medizin oder zur Einbalsamierung eingesetzt wurden. Es wurden Hölzer, Harze, Blüten, Blätter, Wurzeln und Früchte verwendet und teilweise wurden daraus auch ätherische Öle hergestellt. Die Römer reinigten ihre Gebäude durch Verneblung ätherischer Öle und nutzten sie auch in ihren Dampfbädern zur Stärkung und zum Schutz vor Krankheiten.

 

Pflanzen dienen uns Menschen seit jeher als Nahrung, als Baustoff und als Medizin. Pflanzen beinhalten die göttliche Ordnung. Sie sind, genau wie wir Menschen aus dieser Ordnung und Harmonie gemacht. Doch Pflanzen können nicht, so wie wir Menschen, durch destruktive Gedanken, Gefühle und Handlungen aus der göttlichen Ordnung fallen und in Unordnung geraten - sofern sie frei von schädlichen Substanzen wachsen dürfen. Da Pflanzen immer mit dem Göttlichen verbunden sind, immer dem Einfluss des Göttlichen ausgesetzt sind, haben sie auch diese ordnende Wirkung, die wir uns zunutze machen können.

 

In der Bibel sind an vielen Stellen ätherische Öle und Pflanzen, die aromatisches Öl produzieren, genannt. Weihrauch, Myrrhe, Sandelholz (Aloe), Narde, Zeder, Zypresse, Ysop und Myrte sind ein paar dieser wertvollen Bibelöle. Bereits zu diesen längst vergangenen Zeiten wusste man um die reinigende, klärende und ordnende Wirkung der Pflanzen und Öle auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene. Sie wurden ebenfalls verwendet, um den Geist zu erheben und sich vor Krankheiten zu schützen.

JOHANNES 19:39

Die Heilkraft der Pflanzen und der daraus gewonnen Öle war auch z.B. bei den Kelten und in China bekannt. In Europa waren es meist die weisen Kräuterfrauen, die ihr Wissen von Generation zu Generation weitergaben und Hildegard von Bingen hat der Welt unter anderem einen Schatz an ganzheitlichem Wissen über Kräuter und Pflanzen hinterlassen.

 

Als Vater der uns heute bekannten Aromatherapie gilt Dr. René-Maurice Gattefossé (1881 - 1950). Er hatte nach einem eindrucksvollen Erlebnis die wundervolle Wirkung der ätherischen Öle wiederentdeckt: nach einer Explosion in seinem Labor stand er buchstäblich in Flammen, die er, sich auf einer Wiese hin und her rollend, löschte. Seine Hände waren mit Gasbrand überzogen, der sich schnell ausbreitete. Eine Spülung mit Lavendelessenzen stoppte das sich auflösende Gewebe und bereits am nächsten Tag begann der Heilungsprozess. Er hat somit als Erster die Gewebe regenerierende und die Wundheilung fördernde Wirkung von Lavendelöl wieder erkannt.

Qualitäten ätherischer Öle

Wenn man das volle Spektrum an Wirksamkeit ätherischer Öle ausschöpfen will, ist es unerlässlich 100% naturreine Öle, am besten in therapeutischer Qualität zu nutzen. Der Begriff "ätherisches Öl" ist nicht geschützt. Es gibt unterschiedliche Kategorien, die ich anführen und kurz erklären möchte. Vorab erwähnen möchte ich, dass es bei mir, wenn ich von ätherischen Ölen spreche und schreibe, immer um 100% naturreine essentielle Öle in therapeutischer Qualität geht.

100% NATURREINE ÄTHERISCHE ÖLE

Ein naturbelassenes ätherisches Öl ist zu 100% rein und wird direkt aus der Pflanze gewonnen. Es muss folgendes angegeben sein: die Pflanze, aus der das Öl gewonnen wird mit dem lateinisch-botanischen Namen und der deutschen Bezeichnung der Pflanze; um welchen Pflanzenteil es sich handelt (Blüte, Blatt, Wurzel, Frucht...); die natürliche Zusammensetzung des ätherischen Öls (z.B. Linalool,...); die Chargennummer des Herstellers.

 

Doch diese Angaben lassen nicht erkennen, wie der Destiallationsprozess durchgeführt wurde. Hier gibt es verschiedene Verfahren, die eine Auswirkung auf die Qualität haben. Wurde schnell und heiß destilliert, oder langsam und sanft mit niedrigen Temperaturen. Eine therapeutische Qualität kann nur mit einer sanften Destillation mit niedrigeren Temperaturen erzielt werden, somit kann ein Öl zwar hochwertig und 100% naturrein sein, doch eine therapeutische Wirkung ist nicht sicher gegeben.

100% Naturreine ÖLe in therapeutischer Qualität

Bei diesen hochwertigen Ölen handelt es sich um 100% naturreine ätherische Öle, die zusätzlich folgende Qualitätsmerkmale aufweisen: die Pflanzen stammen vom Samen und nicht von einer Mutterpflanze. Dies macht die Pflanze widerstandsfähiger und somit wirkungsvoller. Es werden keine Kunstdünger, Herbizide oder Pestizide verwendet. Die Anbaugebiete befinden sich fernab von größeren Städen oder Industrieanlagen. Jede Pflanze wird zum richtigen Zeitpunkt geerntet, um die beste Qualität zu gewährleisten.

 

Es wird auch auf die geistige Haltung der Arbeiter geachtet, da sich eine Disharmonie qualitätsmindernd auswirken könnte - das klingt etwas utopisch? Keineswegs! Dass sich Disharmonie in Gedanken und Worten schädlich auf Wasser und Blut auswirken kann, hat Masaru Emoto (1943 - 2014) beobachtet und dokumentiert. Ätherische Öle sind die Essenz der Pflanzen, demnach ist diese Aussage absolut nachvollziehbar.

 

Selbstverständlich kann man als Anwender schwer eruieren, ob diese Qualitätsmerkmale tatsächlich eingehalten werden. Außer man unternimmt Reisen in alle Welt zu den Farmen und wirft selbst einen Blick auf die Abläufe. Allerdings würde man auch vor Ort die wahre geistige Haltung der Arbeiter kaum nachprüfen können. In diesem Fall ist man als Endverbraucher darauf angewiesen, sich mit dem Anbieter intensiv auseinander zu setzen und nach seinem Wahrheitsgefühl zu entscheiden, ob man diesem vertrauen kann und will oder eben nicht.

Weitere Qualitäten

Weiters gibt es noch natürliche Öle, die zwar aus natürlichen Komponenten bestehen, aber nicht nur aus einer Pflanze gewonnen werden. Natürliche Öle dürfen keine synthetischen Zusätze enthalten. Natürliche/naturidentische Öle sind eine Mischung aus natürlichen und synthetischen Ölen. Naturidentische Öle wurden einem naturreinen Öl synthetisch nachgebildet. Synthetische Öle sind Designeröle, die im Labor entworfen wurden. Bei diesen Ölen ist besondere Vorsicht geboten, da hier sogar gesundheitsschädliche Wirkungen auftreten können. Dass eine gesundheitsfördernde Wirkung von solchen Ölen nicht zu erwarten ist, ist logisch und nachvollziehbar.

Mein Tipp

Es empfiehlt sich also, sehr achtsam in der Auswahl der ätherischen Öle zu sein. Es lohnt sich deshalb, wie bereits erwähnt, sich mit den Anbietern, deren Philosophie, deren Standards und ihrer Geschichte auseinander zu setzen und dann denjenigen auszuwählen, bei dem man ein gutes Gefühl hat. Ich habe mich nach eingehender Prüfung für die wundervollen ätherischen Öle von Young Living entschieden, die ich wirklich von Herzen empfehlen kann.

ÄTHERISCHE ÖLE - ANWENDUNG

Es gibt verschiedene Arten der Anwendung: die äußerliche Anwendung pur oder verdünnt mit einem Trägeröl, inhalieren direkt aus dem Fläschchen, aus der Hand oder dem Diffuser und die innere Einnahme; diese zu therapeutischen Zwecken zu empfehlen ist allerdings ausschließlich ausgebildeten Therapeuten vorbehalten. Auch wenn ich mich wiederhole - egal um welche Art der Anwendung es sich handelt, ich empfehle jedwede Anwendung, nur mit 100% naturreinen essentiellen ätherischen Ölen in therapeutischer Qualität! Vor allem die innerliche Einnahme auch nur und ausschließlich mit eigens deklarierten und ausgewiesenen ätherischen Ölen als Nahrungsergänzungsmittel, da das Einnehmen von nicht als Nahrungsergänzung gekennzeichneten ätherischen Ölen meines Wissens nach nicht erlaubt ist. Was dies betrifft ist natürlich jeder selbst verantwortlich und entscheidet nach eigenem Ermessen.

 

Bei der puren äußerlichen Anwendung ist Vorsicht geboten! Nicht alle ätherischen Öle eignen sich für eine pure Anwendung. Sogenannte "heiße" Öle wie z.B. Oregano, Zimt, Thymian, Eukalyptus, Zitrone, Orange und Bohnenkraut können pur angewandt zu Hautirritationen führen. Deshalb sollten vor allem diese Öle mit einem Trägeröl verdünnt werden. Generell, aber vor allem bei sensibler Haut, sollten die Öle am besten vor einer Anwendung an einer Stelle auf Verträglichkeit getestet werden - oder, noch besser, grundsätzlich mit einem Trägeröl verdünnt werden; dazu eignen sich z.B. Mandelöl, Jojobaöl, oder ein anderes fettes Pflanzenöl, oder ein Pflanzenölkomplex. Ätherische Öle sind auch in verdünnter Form hoch wirksam!

 

Zitrusöle reagieren auf Licht. Direkt nach dem Auftragen auf die Haut bis zu 1-2 Tage danach kann direktes Sonnenlicht oder UV-Strahlung zu Hautausschlag oder zu einer dunkleren Pigmentierung führen. Bei einer ernsten Erkrankung sollte vor der Anwendung von ätherischen Ölen immer der behandelnde Arzt zu Rate gezogen werden. Bei Beschwerden mit der Lunge und Asthma ist das Inhalieren von ätherischen Ölen nicht empfohlen. Ein sicherer Bereich zum Auftragen von ätherischen Ölen sind die Fußsohlen.

 

Die Anwendung von ätherischen Ölen ist auf Geist, Seele und Körper einzigartig - manche ätherische Öle wirken sehr anregend, andere Öle haben eine beruhigende und schlaffördernde Wirkung oder helfen bei der Überwindung von Angstzuständen. Auf körperlicher Ebene können sie stimulierend auf das Immunsystem wirken und verletztes Gewebe regenerieren. Sehr wirkungsvoll können sie auch im Einsatz gegen Infektionen sein.

 

Empfehlenswert ist, sich eine kleine Hausapotheke mit ätherischen Ölen zuzulegen, weswegen ich in weiteren Artikeln auf Öle eingehen werde, die sich am Anfang wegen ihrer Vielseitigkeit am besten dafür eignen. Ich plane in diesen Artikeln auch noch wichtige Informationen zu ätherischen Ölen im Allgemeinen bereitzustellen, z.B. das sichere Verwenden. In den beiden nächsten Blogartikeln geht es um Lavendel- und Pfefferminzöl. Nachfolgend eine kleine Vorschau:

LAVENDEL- & PFEFFERMINZÖL

Lavendelöl ist hat ein sehr breites Wirkspektrum. Es kann aufgrund seiner keim- und entzündungshemmenden Eigenschaften bei allen Hautproblemen wie Schnittwunden, Verbrennungen, Hautreizungen Akne und Insektenstichen eingesetzt werden. Außerdem beruhigt Lavendelöl die Nerven und kann somit einen ruhigen Schlaf fördern. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass Lavendelöl auch bei Insektenstichen, insbesondere bei Bienenstichen wundervolle Dienste leisten kann: ein Bienenstich am Rücken meiner Tochter wurde nach dem sofortigen Auftragen von Lavendelöl nicht einmal rot oder geschwollen und am nächsten Tag war davon gar nichts mehr zu sehen.

 

Pfefferminzöl z.B. kann bei einer Magenverstimmung sehr wirkungsvoll sein, was ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann; dazu 1 Tropfen verdünnt mit einem Trägeröl direkt über der Magengegend einmassieren. Weiters kann Pfefferminzöl bei Kopfschmerzen und Migräne Wunder wirken. Dazu 1 Tropfen Öl an den Schläfen und im Nacken einmassieren, direkt aus dem Fläschchen inhalieren und/oder diffusen. Die kühlende Wirkung klärt den Kopf und die Gedanken.

Ich möchte meine ätherischen Öle, nicht mehr missen. Sie bereichern mein Leben und auch meine Sitzungen auf allen Ebenen und kann deshalb nur von Herzen empfehlen, diese göttlichen Geschenke anzunehmen. Diese Wunder der Natur erleichtern den Alltag wirklich auf wundervolle Weise - vorausgesetzt man wendet sie verantwortungsvoll an! Bis bald und...

...Von HERZEN ALLES LIEBE!

RECHTLICHER HINWEIS: Handauflegen, geistiges Heilen, Bewusstseins- & Erkenntnisarbeit und die Anwendung ätherischer Öle dient der Aktivierung der Selbstheilungskräfte und ersetzt nicht die Behandlung oder Diagnose beim Arzt und/oder Heilpraktiker. Ich gebe niemals Heilversprechen ab, stelle keine medizinischen Diagnosen und verabreiche oder verschreibe keine Medikamente. Auf keinen Fall rate ich, laufende Behandlungen zu unter- oder gar abzubrechen. Mein Wirken ersetzt nicht, sondern ergänzt. Mehr dazu hier.

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